02.03.
2016

Das perfekte Heimspiel: 2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze


Hürdensprinter werden ihrer Favoritenrolle gerecht, Robert Hering meldet sich zurück

 

Die Leipziger Hürdensprinter konnten am Samstag ihrer Favoritenrolle gerecht werden und den Titel bei den Frauen sowie den Männern nach Hause holen. In der ausverkauften Leipziger Arena bewies Vizeweltmeisterin Cindy Roleder Nervenstärke und lief ein tolles Rennen. Im spannenden Finallauf unterbot sie ihre Hallenbestzeit gleich um vier Hundertstelsekunden und kam mit 7,88 Sekunden und neuer deutscher Meisterschaftszeit ins Ziel. "Ich hatte eine Zeit im Kopf und die Zeit war: 7,88. Es sollte unter 7,90 gehen. Eine Acht nach dem Komma sieht wieder anders aus. Es ist fantastisch, dass es mit dieser Zeit geklappt hat. Es ist super gelaufen" sagte Cindy nach dem Rennen. Vor ihrer Ehrenrunde schwärmte Cindy von dem tollen Leipziger Publikum "die Stimmung hier war super. Das habe ich schon bei der Vorstellung gemerkt. Leipzig steht hinter mir und das ist super. Meine Leistung wird anerkannt."

Ebenfalls über die Hürdendistanz lieferten sich die Lokalmatadoren Erik Balnuweit und Alexander John ein spannendes Rennen. Das Duell entschied Erik mit einer Zeit von 7,61 Sekunden für sich und gewann seinen vierten Titel in Folge. "Ich wollte im Finale eine Saisonbestleistung laufen. Gerne wäre ich noch ein bisschen schneller gerannt. Aber es war eine angespannte Situation. Wir haben lange vor dem Start warten müssen. Muskulär hat sich bemerkbar gemacht, dass die Hallensaison sehr lang ist. Da gibt es schon das eine oder andere Wehwehchen. Aber die Halle mit einer Saisonbestleistung zum Höhepunkt abzuschließen, ist absolut in Ordnung" sagte Erik nach dem Rennen. Alexander John kam nach langer Verletzungspause mit einer persönlichen Bestzeit von 6,64 Sekunden ins Ziel und war glücklich über seine Zeit und den Vizetitel. Beide Athleten unterboten die DLV Hallen-WM Norm, werden jedoch durch das langfristig geplante Trainingscamp in Clermont nicht im DLV Aufgebot stehen. Der dritte SC DHfK-Finalist, Maximilian Bayer, steigerte im Vorlauf seine persönliche Bestzeit auf 7,78 Sekunden, im Finale lief er vier Hundertstelsekunden langsamer und belegte Rang 5.

Die Sensation des Abends war der 60 Metersprint der Männer. Julian Reus vom TV Wattenscheid konnte seine Saisonleistung ein weiteres Mal steigern und erzielte mit 6,52 Sekunden einen neuen Deutschen Hallenrekord. Das Publikum in der Arena tobte! Mit Robert Hering und Roy Schmidt vertraten zwei Athleten die Farben des SC DHfK. Robert Hering kam mit 6,69 Sekunden hinter Christian Blum (TV Wattenscheid) als dritter ins Ziel und wurde mit der Bronzemedaille belohnt. Wie eng die deutsche Leistungsdichte ist, zeigt die Zeit von Roy Schmidt, der mit persönlicher Bestzeit von 6,71 Sekunden den 7. Rang belegte.

Christoph Hansel, Präsident des SC DHfK Leipzig schwärmte: "Was die Sprinter und Hürdensprinter des Vereins bei den deutschen Hallenmeisterschaften vor heimischen Publikum gezeigt haben, war exzellent!" Für Dr. Thomas Krümmling (Vorstand) war die Weltklasseleistung von Cindy Roleder das Highlight des Abends.

Auch am Sonntag, dem zweiten Meisterschaftstag wurde das heimische Publikum nicht enttäuscht und konnte eine Medaille bejubeln. Robert Hering gewann über die 200-Meter-Sprintstrecke die Silbermedaille hinter dem Erfurter Julian Reus. Schon während der Vorläufe ließ Robert keinen Zweifel daran, dass er aufs Treppchen gehört - er gewann den dritten Zeitvorlauf mit neuer persönlicher Bestleistung in 20,84 Sekunden und qualifizierte sich als Zweitschnellster hinter Julian Reus für das Finale. Den ersten Zeitendlauf entschied Robert auf Bahn sechs souverän in 20,88 Sekunden für sich. Im zweiten Lauf untermauerte Julian Reus in 20,55s erneut seine Top-Form und verwies den Leipziger auf den zweiten Platz. Am Ende des Wochenendes zog Robert auf seiner Facebook-Fanseite natürlich eine positive Bilanz: "Ein gelungenes Wochenende geht zu Ende. Bronze über 60m und Silber über 200m. Im Vorlauf hat es sogar für eine neue Bestleistung gereicht." (Text: Katrin Gonschinska)



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